<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
  <channel>
    <title>Satire &amp;mdash; nemozone</title>
    <link>https://nemozone.writeas.com/tag:Satire</link>
    <description>[✉️](https://keys.openpgp.org/search?q=E5F776537CA88173103EC01D3B67A619E083D411) a zone for no one and everyone :) 🔞</description>
    <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 17:40:45 +0000</pubDate>
    <item>
      <title>Ode – an die Bajuwaren</title>
      <link>https://nemozone.writeas.com/ode-an-die-bajuwaren?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Grüß guad mittern&#39;d&#xA;&#xA;Die Gedanken sind frei&#xA;Vergesst&#39;s hier werdet&#39;s pfai ned high&#xA;&#xA;Alle Dütschi werd&#39;n&#39;s Brüder&#xA;&#xA;Bis&#39;s auf die Bajuwaren&#xA;Den die san klüger&#xA;&#xA;Denken, dass s&#39; g&#39;scheider wären&#xA;Verzählens schmarn ohne entbehren&#xA;&#xA;Merken&#39;s ned das deppart san.&#xA;&#xA;Mir san mir, mir san hier,&#xA;Mir san stark, mir san pfuie…&#xA;&#xA;O&#39; Zapf&#39;s… Schleicht&#39;s euch von hier!&#xA;&#xA;Obacht. Dass ned ouf d&#39;r Brennsuppe dahergeschwomme kimt!&#xA;Das Austernleben den Nüstern dem Odem entrinnt.&#xA;&#xA;Griabig kam i unter die Bajuwaren. Ich forderte ned pfui und war&#39;d gfaßt, no weniger zu finden. Demütig han I kimt, wie der heimatlose blinde tragische Heud in Sophokles&#39; bekanntestem Drama zum Tore von Augusta Vindelicorum, wo mir der Götterhain &#39;mpfing; und schöne Seelen mir begegnet han –&#xA;&#xA;Wie narred den Schwammerln gleich erging es mir!&#xA;&#xA;Bajuwaren von alters her, durch Fleiß und Wissenschaft und selbst durch Religion Bajuwarischer geworden, tief unfähig jedes göttlichen Gefühls, verdorben bis ins Mark zum Glück der heiligen Grazien, in jedem Grad der Übertreibung und der Ärmlichkeit beleidigend für jede gut geartete Seele, dumpf und harmonielos, wie die Scherben eines weggeworfenen Gefäßes – das, mein Bellarmin! Waren meine Tröster.&#xA;Und das Bier! A gust&#39;l.&#xA;&#xA;Der watschen Baum pfält dreymal um in diesen landen&#xA;Wo wir uns hoffnungslos wieder fanden&#xA;&#xA;Der Trugschluss lag mir fern, welchen ich nicht wieder erkannte, allzu ungern…&#xA;&#xA;Bester Dank gebührt der vollbusigen Grazien, ihrer Fortuna, die das Licht der Weisheit auf unser einer trüber tristes scheint&#xA;&#xA;Mit diri dari wird geworbe.&#xA;Diri, dari haben &#39;se au gern.&#xA;&#xA;Doch als Grattler liegt&#39;s dir fern.&#xA;Kreuz kruzifix, die Taschen sind leer, in den Taschen liegt nix.&#xA;&#xA;Juti, nun wissen wir wenigstens was Phase ist.&#xA;&#xA;Allwissend bin ich mitnichten und noch viel weniger ist mir bewusst&#xA;&#xA;Um es in der Lingua Franka der eingeborenen zu sagen&#xA;&#xA;G&#39;behüt&#39;eu, pfiats&#39;s guad, saupreiß&#39;n&#xA;&#xA;Habi &#39;d Ehre…&#xA;&#xA;#Satire #Scheinkunst&#xA;&#xA;]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Grüß guad mittern&#39;d</p>

<p>Die Gedanken sind frei
Vergesst&#39;s hier werdet&#39;s pfai ned high</p>

<p>Alle Dütschi werd&#39;n&#39;s Brüder</p>

<p>Bis&#39;s auf die Bajuwaren
Den die san klüger</p>

<p>Denken, dass s&#39; g&#39;scheider wären
Verzählens schmarn ohne entbehren</p>

<p>Merken&#39;s ned das deppart san.</p>

<p>Mir san mir, mir san hier,
Mir san stark, mir san pfuie…</p>

<p>O&#39; Zapf&#39;s… Schleicht&#39;s euch von hier!</p>

<p>Obacht. Dass ned ouf d&#39;r Brennsuppe dahergeschwomme kimt!
Das Austernleben den Nüstern dem Odem entrinnt.</p>

<p>Griabig kam i unter die Bajuwaren. Ich forderte ned pfui und war&#39;d gfaßt, no weniger zu finden. Demütig han I kimt, wie der heimatlose blinde tragische Heud in Sophokles&#39; bekanntestem Drama zum Tore von Augusta Vindelicorum, wo mir der Götterhain &#39;mpfing; und schöne Seelen mir begegnet han –</p>

<p>Wie narred den Schwammerln gleich erging es mir!</p>

<p>Bajuwaren von alters her, durch Fleiß und Wissenschaft und selbst durch Religion Bajuwarischer geworden, tief unfähig jedes göttlichen Gefühls, verdorben bis ins Mark zum Glück der heiligen Grazien, in jedem Grad der Übertreibung und der Ärmlichkeit beleidigend für jede gut geartete Seele, dumpf und harmonielos, wie die Scherben eines weggeworfenen Gefäßes – das, mein Bellarmin! Waren meine Tröster.
Und das Bier! A gust&#39;l.</p>

<p>Der watschen Baum pfält dreymal um in diesen landen
Wo wir uns hoffnungslos wieder fanden</p>

<p>Der Trugschluss lag mir fern, welchen ich nicht wieder erkannte, allzu ungern…</p>

<p>Bester Dank gebührt der vollbusigen Grazien, ihrer Fortuna, die das Licht der Weisheit auf unser einer trüber tristes scheint</p>

<p>Mit diri dari wird geworbe.
Diri, dari haben &#39;se au gern.</p>

<p>Doch als Grattler liegt&#39;s dir fern.
Kreuz kruzifix, die Taschen sind leer, in den Taschen liegt nix.</p>

<p>Juti, nun wissen wir wenigstens was Phase ist.</p>

<p>Allwissend bin ich mitnichten und noch viel weniger ist mir bewusst</p>

<p>Um es in der Lingua Franka der eingeborenen zu sagen</p>

<p>G&#39;behüt&#39;eu, pfiats&#39;s guad, saupreiß&#39;n</p>

<p>Habi &#39;d Ehre…</p>

<p><a href="https://nemozone.writeas.com/tag:Satire" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Satire</span></a> <a href="https://nemozone.writeas.com/tag:Scheinkunst" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Scheinkunst</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://nemozone.writeas.com/ode-an-die-bajuwaren</guid>
      <pubDate>Thu, 26 May 2022 11:35:07 +0000</pubDate>
    </item>
  </channel>
</rss>